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Veröffentlicht:  14.07.2007

Weitere Informationen: www.pecher.de

 


Dr. Pecher AG
Hochwasserpumpwerk Bremerhavener Straße in Köln

Aufgabenstellung
Grundlagenermittlung, Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung sowie Vorbereitung der Vergabe und örtliche Bauüberwachung für ein Hochwasserpumpwerk in der Bremerhavener Straße einschließlich der technischen Ausrüstung, der MSR- und Elektrotechnik

Auftraggeber
Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR
Ostmerheimerstraße 555
51109 Köln

Bearbeitungszeitraum
11/2000 bis 05/2007

Situation
Zur Realisierung des Kölner Hochwasserschutzkonzeptes im Stadtteil Niehl ist der Neubau eines Hochwasserpumpwerkes für die Entwässerung der tiefliegenden Einzugsgebietsflächen erforderlich. Der Standort an der Bremerhavener Straße wurde zuvor in einem von uns erstellten "Gutachten zur ganzheitlichen Optimierung von Großbaumaßnahmen im Bereich des Niehler Dammes/Rheindükers" im April 2000 bestimmt.

Vorgehensweise
Das Hochwasserpumpwerk gliedert sich in verschiedene Funktionsbereiche für die Förderung von

  • Schmutzwasser,
  • behandlungspflichtigem Mischwasser und
  • entlastetem Mischwasser

aus unterschiedlichen Teilnetzen. Da die einzelnen Funktionsteile nur bei Rheinhochwasser (unterschiedliche Pegel) in Betrieb gehen und kein Dauerbetrieb vorgesehen ist, sind zur Abwasserförderung nass aufgestellte Tauchmotorpumpen vorgesehen. Das Hochwasserpumpwerk ist aufgrund seiner Bedeutung für den Hochwasserschutz weiterhin so konzipiert, dass auch bei offener Geländeüberflutung durch ein außerplanmäßiges Hochwasser keine wesentlichen Funktionsteile gefährdet werden.
Im Rahmen der Gesamtkonzeption wird weiterhin ein Hochwasserdoppelschieberbauwerk DN 2600 mit zusätzlichem Steuerschieber und Absperrschieber erforderlich. Außerdem sind verschiedene Verzwei­gungs- und Einleitungsbauwerke mit Absperrvorrichtungen zu planen.
Im einzelnen wurden folgende Arbeitsschritte durchgeführt:

  • Entwurfs- und Genehmigungsplanung für das Hochwasserpumpwerk und die notwendigen bau­lichen Veränderungsmaßnahmen im (Ingenieurbauwerke, Maschinen- und Elektrotechnische Ausrüstung )
  • Führung sämtlicher Nachweise zum Hochwasserschutz
  • Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und Untersuchungen zur Betriebssicherheit
  • Aufstellung sämtlicher notwendiger Genehmigungsanträge
  • Zusammenarbeit mit einem extern beauftragten Architekturbüro zur Gestaltung des Hochbauteils
  • Ausführungsplanung und Aufstellung der Leistungsverzeichnisse
  • Mitwirkung bei der Vergabe
  • voraussichtlich örtliche Bauüberwachung der Technischen Ausrüstung

Randbedingungen
Die Anbindung an vorhandene Bauwerke und der mittel-/langfristig geplante Bau eines neuen Rheindükers in unmittelbarer Nähe mit den daraus resultierenden räumlichen Restriktionen waren bei der Planung des Hochwasserpumpwerkes zu berücksichtigen.
Die Baugrube des geplanten Pumpwerkes dient zunächst als Pressgrube für einen Rohrvortrieb DN 2000. Erst nach Abschluss des Vortriebes erfolgt der Bau des Pumpwerkes in der Baugrube. Aufgrund der geologischen Verhältnisse und der Nähe zum Rhein ist dabei eine Baugrube in Schlitzwandbauweise erforderlich. Die Schlitzwandlamellen binden in den tief liegenden natürlichen dichten Bodenschichten ein und haben eine Länge von ca. 26 m.

Kennwerte
Hochwasserpumpwerk mit Schutz gegen HW 200 für 4 unterschiedliche Teilströme:

  • 5.000 l/s entlastetes Mischwasser aus dem linksrheinischen Hochsammler und dem Bickendorfer Sammler
  • 100 l/s entlastetes Mischwasser aus dem Longericher Sammler
  • 230 l/s behandlungspflichtiges Mischwasser aus dem Longericher Sammler
  • 1.050 l/s Schmutzwasser aus dem Industriesammler (Druckerhöhungsanlage)
  • 1,1 MVA Energieversorgung zzgl. Notstromverbundversorgung mit dem Regenklärbecken und Pumpwerk Merkenicher Straße

7,4 Mio. EUR Brutto-Herstellungskosten

 



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